Modernes Gebäude der Dualen Hochschule Heidenheim mit goldenen Fensterrahmen und einer grünen Wiese im Vordergrund. home_stage_outline
Übersicht
Staatliche Vermögens- und Hochbauverwaltung Baden-Württemberg

Bildung als Standortfaktor: moderne Infrastruktur für starke Hochschulen.

Baden-Württemberg verfügt über die größte Anzahl an staatlichen Hochschulen in Deutschland. Eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiche Lehre und Forschung ist eine adäquate Infrastruktur. Hierfür sorgt die Staatliche Vermögens- und Hochbauverwaltung Baden-Württemberg (VBV). Sie steht derzeit vor der Herausforderung, den großen Gebäudebestand instand zu halten, zu sanieren und zu modernisieren.

Der offene Außenraum an der Brenz fördert Austausch und Begegnung, während Photovoltaik an Fassade und Dach umweltfreundlichen Strom gewinnt

Neubau für die DHBW Heidenheim.

Der Neubau für die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Heidenheim ist ein herausragendes Beispiel für das Erfolgsmodell des dualen Studiums in Baden-Württemberg. Durch die enge Verzahnung von wissenschaftlicher Ausbildung und praktischer Erfahrung leistet die DHBW einen wichtigen Beitrag zur Fachkräfteentwicklung – insbesondere in ländlich geprägten Regionen.


Mit dem neuen Gebäude hat die VBV den Rahmen für einen innovativen Digitalcampus geschaffen: Die besonders IT-orientierten Studiengänge wurden unter dem Dach des Neubaus zusammengeführt. Die räumliche Nähe unterschiedlicher Fachrichtungen fördert den interdisziplinären Austausch und ermöglicht Synergieeffekte. Moderne, flexibel nutzbare Seminarräume und eine leistungsfähige digitale Infrastruktur bieten ideale Bedingungen für zeitgemäße Lehr- und Lernformate. Darüber hinaus schaffen großzügige Begegnungsflächen, zentrale Treppenbereiche und ein attraktiver Außenbereich entlang der Brenz Raum für Austausch und Vernetzung.
 

Innovatives Energiekonzept


Ein zukunftsweisendes Energiekonzept sorgt für hohe Nachhaltigkeit und Energieeffizienz: Photovoltaik-Anlagen auf Dach und Fassade erzeugen umweltfreundlichen Strom. 64 Energiepfähle decken in Kombination mit Wärmepumpen den Heizbedarf des Gebäudes. Dieses System ermöglicht im Sommer eine passive Kühlung, indem überschüssige Wärme in den Boden abgeführt wird. Das Gebäude ist nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) in Silber zertifiziert.


Auch das Finanzierungsmodell setzt Maßstäbe: Mehr als die Hälfte der Baukosten wurde von Unternehmen aus der Region Heidenheim getragen. Der Neubau steht damit beispielhaft für eine erfolgreiche Partnerschaft zwischen öffentlicher Hand und regionaler Wirtschaft – und für ein gemeinsames Engagement in die Zukunft des Standorts.
 

64

Energiepfähle decken in Kombination mit

Wärmepumpen den Heizbedarf des Gebäudes

Facts.
  • Planung: Nickl & Partner Architekten AG (LPH 2-4), blocher partners GmbH (LPH 5-9)
  • Gesamtbaukosten: rund 39 Mio. Euro, davon rund 21,5 Mio. Euro Spenden
  • Bauzeit: 2021–2025

Die konkaven Streckmetall-Elemente an der Fassade ermöglichen Be- und Entlüftung und bieten zugleich Sonnenschutz

Universität Stuttgart: Neubau trägt zur Energiewende bei.

Deutschland ist eine der führenden Nationen im High-Performance-Computing: Die Supercomputer in den drei nationalen Höchstleistungs-Rechenzentren (HLRZ) in Stuttgart, München und Jülich zählen zu den größten und effizientesten Höchstleistungsrechnern der Welt. Forschung und Industrie steht damit die mit Abstand leistungsfähigste Systeminfrastruktur in ganz Europa zur Verfügung. Um diesen Vorsprung zu sichern, werden die Anlagen regelmäßig aufgerüstet. 


An der Universität Stuttgart ist es nach derzeitiger Planung Ende 2027 wieder so weit: Der Supercomputer der nächsten Generation zieht ein. Die VBV schafft derzeit am Campus Vaihingen die notwendigen räumlichen Voraussetzungen. Der Neubau entsteht in hybrider Bauweise, bei der Holz, Stahlbeton und ressourcenschonender Recycling-Beton zum Einsatz kommen.


Das innovative Technikkonzept setzt neue Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit und erhielt bereits 2024 den „Datacenter Strategy Award“: Die Abwärme des zukünftigen Supercomputers wird in das Wärmenetz des Campus eingespeist und so die Dekarbonisierung der Universität aktiv vorangetrieben. Zusammen mit dem Neubau entstehen ein neuer Versorgungskanal und eine Abwärmezentrale, in der die Abwärme von fünf Groß-Wärmepumpen aufbereitet wird. Photovoltaik-Anlagen auf Dach und Fassade ergänzen das nachhaltige Konzept.
 

Facts.
  • Planung: Benthem Crouwel International, Diemen (Niederlande) in Arbeitsgemeinschaft mit Birk Heilmeyer und Frenzel Architekten, Stuttgart (Gebäudeplanung)
  • Gesamtbaukosten: 178,6 Mio. Euro (inkl. Versorgungskanal und Abwärmezentrale)
  • Bauzeit: 5/2025–12/2027

Für die Universität Konstanz entsteht derzeit ein neues Hörsaal-, Seminar- und Bürogebäude am zukünftigen zentralen Campusplatz, der „Neuen Mitte“

Ausblick: Neues Lernzentrum für die Universität Konstanz.

An der Hauptzufahrt der Universität entsteht derzeit ein innovatives und energieeffizientes Gebäude, in dem den Studierenden alles zur Verfügung stehen wird, was sie zum Studieren und Lernen benötigen: von Hörsälen über Seminarräume bis hin zu Büros und studentischen Arbeitsplätzen. Mit dem Gebäude schafft die VBV Ersatzflächen, um die Sanierung von Bestandsgebäuden der Universität durchführen zu können.


Dank eines zukunftsweisenden Nachhaltigkeitskonzepts wird der Neubau voraussichtlich nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) in Silber zertifiziert. Zu den nachhaltigen Elementen gehören unter anderem die extensive Begrünung aller Dachflächen sowie die Ausstattung mit PV-Modulen. Die Gebäudehülle wird in Passivhausqualität erstellt und liegt damit 20 Prozent über den Anforderungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. 


Darüber hinaus bereitet die VBV die Umstellung der Wärmeversorgung der Universität Konstanz vor. Ab 2028 sollen Großwärmepumpen voraussichtlich mehr als zwei Drittel des Wärmebedarfs der Universität durch die Nutzung von Seewärme aus Bodenseewasser abdecken.
 

Facts.
  • Planung: Nickl & Partner, München
  • Bauleitung: Ernst² Architekten, Standort Konstanz
  • Gesamtbaukosten: rund 93 Mio. Euro
  • Bauzeit: 01/2023–01/2027