Blick auf Residenzschloss Rastatt vom Ehrenhof aus, daneben die Schlosskirche zum Heiligen Kreuz. home_stage_outline
Übersicht
Staatliche Vermögens- und Hochbauverwaltung Baden-Württemberg

Ein Jahr im Zeichen von Geschichte und Persönlichkeit.

Mit dem Themenjahr „Macht und Widerstand“ sowie anlässlich des 350. Geburtstags von Markgräfin Sibylla Augusta zeigten die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg im Jahr 2025, wie eng politische Umbrüche, gesellschaftlicher Wandel und prägende Persönlichkeiten mit den Monumenten des Landes verbunden sind.

Monumente als Schauplätze von Macht und Widerstand.

Mit dem Themenjahr „Macht und Widerstand“ stellten die Staatlichen Schlösser und Gärten im Jahr 2025 ein Thema in den Mittelpunkt, das bis heute nachwirkt: das Ringen um Freiheit, Gerechtigkeit und politische Mitbestimmung. Anlass war das 500-jährige Jubiläum des Bauernkriegs von 1524/25, einer der bedeutendsten Protestbewegungen der deutschen Geschichte, die auch den Südwesten nachhaltig prägte. Schlösser, Klöster und Burgen wurden gezielt als historische Schauplätze dieser Ereignisse sichtbar gemacht und in einen neuen Zusammenhang gestellt. Zahlreiche Führungen, Veranstaltungen und Vermittlungsangebote griffen zentrale Fragen nach Macht, Recht und gesellschaftlichem Wandel auf und eröffneten neue Perspektiven auf bekannte Orte. 

Werbemotiv des Themenjahrs „Macht und Widerstand“.

Die Spuren des Bauernkriegs 1524/25 sind bis heute sichtbar

Ergänzt wurde das Programm durch innovative Formate wie den Animationsfilm „Klostersturm – Bauernkrieg im deutschen Südwesten 1525“, der die Ereignisse und Hintergründe in bedeutenden Klosteranlagen anschaulich vermittelt. Auch die Große Landesausstellung „UFFRUR! Utopie und Widerstand im Bauernkrieg 1524/25“ im Kloster Schussenried beleuchtete die politischen, sozialen und religiösen Dimensionen der Umbruchszeit und setzte dabei auch auf moderne Technologien wie KI-gestützte Visualisierungen historischer Persönlichkeiten.

Markgräfin Sibylla Augusta im Fokus.

Im Jahr 2025 rückte zugleich eine der bedeutendsten Regentinnen der badischen Geschichte in den Mittelpunkt: Markgräfin Sibylla Augusta von Baden-Baden, deren 350. Geburtstag am 21. Januar gefeiert wurde. Als politisch kluge und durchsetzungsstarke Herrscherin führte sie die Markgrafschaft von 1707 bis 1727 durch eine Zeit des Wiederaufbaus nach dem Pfälzischen Erbfolgekrieg und setzte zugleich kulturelle und architektonische Maßstäbe. Ihre Bauprojekte – darunter das Residenzschloss Rastatt, die Schlosskirche und das Schloss Favorite Rastatt – prägen das kulturelle Erbe des Landes bis heute. Anlässlich des Jubiläums widmeten die Staatlichen Schlösser und Gärten dieser außergewöhnlichen Persönlichkeit ein breit gefächertes Programm: Sonderführungen, Themenrundgänge und Aktionstage ermöglichten neue Einblicke in ihr Leben, ihre Frömmigkeit und ihre Rolle als Bauherrin. Veranstaltungen wie „Auf zum Maskenball!“ mit Living-History-Darstellungen machten das höfische Leben anschaulich erlebbar, während Themenwochenenden ihre religiös geprägten Bauwerke in den Mittelpunkt stellten. Ergänzt wurde das Angebot durch eine internationale Tafelausstellung im Straßburger EU-Parlament sowie digitale Formate wie einen Online-Vortrag im Rahmen des Museums-PASS-Musées. 

Blick zum Hochalter in der Schlosskirche Rastatt, oben die kunstvoll gestaltete Gewölbedecke.

Schlosskirche Rastatt

Blick zum Schloss Favorite Rastatt aus dem Schlossgarten mit Wasserfläche im Vordergrund.

Schloss Favorite Rastatt