Grundsteinlegung für den Neubau der BAM in Berlin-Adlershof.
Am 26. September 2025 fand in Berlin-Adlershof die feierliche Grundsteinlegung für den Neubau der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) statt. Der Bundesbau Baden-Württemberg (BBBW) hat als Bauherrenvertretung maßgeblich dazu beigetragen, dass dieses komplexe Großprojekt termingerecht und partnerschaftlich auf den Weg gebracht werden konnte.
Ein Neubau für die Sicherheitsforschung von morgen.
Der Forschungsneubau entsteht im direkten Umfeld des naturwissenschaftlichen Campus der Humboldt-Universität sowie zahlreicher außeruniversitärer Forschungseinrichtungen – ein Standort, der Berlin-Adlershof als bedeutenden Wissenschafts- und Technologiestandort weiter stärkt. Das Gebäude wird Labore für elf Fachbereiche, Werkhallen mit Krananlagen sowie moderne Büroflächen umfassen. Damit entstehen die von der BAM dringend benötigten räumlichen und technischen Voraussetzungen, die viele der aus der Gründerzeit stammenden Bestandsgebäude längst nicht mehr erfüllen können. Bauherrin ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Die Fertigstellung ist für Ende 2028 geplant.
Nachhaltigkeit ist von Anfang an als Leitmotiv verankert: Bepflanzte Innenhöfe, begrünte Dächer und Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach sollen zu einem verbesserten Stadtklima beitragen und erneuerbare Energie erzeugen. Für den Laborbau und die Außenanlagen wird eine Silber-Zertifizierung nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) angestrebt.
BAM (Julia Päpke, Dora Kollar-Bosnjak)
Im Rahmen der feierlichen Grundsteinlegung wird die Zeitkapsel für den Labor- und Forschungsneubau der BAM in Berlin-Adlershof befüllt: (v.l.n.r.): Carsten Krafft (Burckhardt Architektur), Alexander von Erdély (BImA), Ulrich Panne (BAM), Christian Kaiser (Bundesbau Baden-Württemberg), Christina Decker (BMWE)
BAM (Julia Päpke, Dora Kollar-Bosnjak)
Stark durch Zusammenarbeit: Die Säule wird als Zeitkapsel mit Erinnerungsstücken und Dokumenten im Fundament eingebracht; sie symbolisiert den gemeinsamen Weg im IPA-Projekt
IPA – Kooperation statt Konfrontation.
Das Projekt wird nach dem Modell der Integrierten Projektabwicklung (IPA) umgesetzt. Der Bundesbau Baden-Württemberg treibt diesen Ansatz seit 2020 konsequent voran; er besteht am BAM-Projekt seine erste Bewährungsprobe. Im Rahmen eines Mehrparteienvertrags bilden Bauherr, Planer und ausführende Firmen eine gemeinsame Allianz. Diese ist auf gegenseitigen Respekt, geteilte Risiken und gemeinsame Ziele ausgerichtet und wird durch ein transparentes Vergütungs- und Anreizsystem unterstützt. Alle Beteiligten arbeiten in einem integrierten Team – räumlich vereint in einer sogenannten Co-Location – und nutzen moderne Planungsmethoden wie Lean Management und Target Value Design.
Statt Behinderungsschreiben und Nachtragsforderungen steht das Prinzip „Best for Project“ im Mittelpunkt. Das BAM-Projekt belegt eindrucksvoll, dass dieser Ansatz trägt. Dem Bundesbau Baden-Württemberg gelang es, sämtliche Stakeholder und IPA-Partner für diese Methode zu gewinnen – ein Prozess, der Überzeugungsarbeit und Ausdauer erforderte. „Wir arbeiten gemeinsam an einem visionären Projekt. Lassen Sie uns beweisen, dass Zusammenarbeit funktioniert – friedlich, kooperativ, zielgerichtet“, so Christian Kaiser, Leiter Bundesbau Baden-Württemberg, anlässlich der Grundsteinlegung.
Meilensteine im Jahr 2025.
Das Jahr 2025 markiert für das Projekt gleich mehrere wichtige Etappen:
- Februar 2025: pünktlicher Baustart trotz sportlich knappem Terminplan – ein klares Signal für die Leistungsfähigkeit des IPA-Teams
- 26. September 2025: feierliche Grundsteinlegung mit Vertretern von BImA, BAM, Bundesbau Baden-Württemberg und allen Projektpartnern
Das Projekt steht exemplarisch dafür, wie öffentliche Bauvorhaben in Deutschland künftig realisiert werden können: effizient, nachhaltig und im Geist echter Partnerschaft.
BAM (Julia Päpke, Dora Kollar-Bosnjak)
Projektcharta und BAM_Logo als Teile der Zeitkapsel
