Richtfest für das Museum berlin modern.
Der Bundesbau Baden-Württemberg (BBBW) betreut in Berlin den Neubau des Kunstmuseums berlin modern. Nach dem Entwurf von Herzog & de Meuron und Vogt Landschaftsarchitekten entsteht am Kulturforum ein bedeutendes Museumsprojekt des Bundes. Am 17. Oktober 2025 wurde Richtfest gefeiert.
SPK / Dominik Butzmann/photothek.de
Christian Kaiser, Leiter des Bundesbaus Baden-Württemberg, spricht bei der Feier des Richtfestes im Rohbau des künftigen Museums
Ein Zeichen für die Kunst des 20. Jahrhunderts.
Mit dem Richtfest für berlin modern wurde ein weiterer bedeutender Schritt auf dem Weg zu einem der wichtigsten Kulturbauvorhaben Deutschlands erreicht. Das Gebäude, dessen Rohbau nun in voller Größe sichtbar ist, wird künftig die Kunst des 20. Jahrhunderts in ihrer ganzen Vielfalt zeigen und das Kulturforum zu einem lebendigen Zentrum weiterentwickeln. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz schafft hier einen Ort, der internationale Kunst, architektonische Qualität und gesellschaftliche Teilhabe verbindet.
Bei den Feierlichkeiten würdigten Vertreterinnen und Vertreter aus Kultur und Bauwesen gemeinsam diesen Fortschritt: Kulturstaatsminister Wolfram Weimer, die Präsidentin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz Marion Ackermann, Museumsdirektor Klaus Biesenbach sowie der Leiter des Bundesbaus Baden-Württemberg Christian Kaiser, der in seiner Rede „der Heerschar an Planerinnen, Architekten und Ingenieurinnen“ sowie „den Handwerkerinnen und Handwerkern, die Meisterleistungen vollbringen“, dankte. Architekt Jacques Herzog und Polier Andreas Baeskow nahmen dies stellvertretend entgegen.
Kompetente Steuerung durch den Bundesbau Baden-Württemberg.
Der Bundesbau Baden-Württemberg verantwortet die Steuerung dieses Großprojekts mit hohen technischen, organisatorischen und kulturpolitischen Anforderungen. Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, dem Bundesbau Baden-Württemberg, den beauftragten Planungsbüros und ausführenden Bauunternehmen zeigt, dass die öffentliche Bauverwaltung das Projekt kooperativ und fachkundig begleitet. Christian Kaiser kommentierte das bei seiner Rede: „Eine Baustelle dieser Größenordnung braucht Teamgeist und präzise Zusammenarbeit – jeder Einzelne zählt."
Staatliches Hochbauamt Karlsruhe
Das Projektteam des Bundesbaus Baden-Württemberg vor dem fertiggestellten Rohbau
SPK / Dominik Butzmann/photothek.de
Vor der Richtkrone: Andreas Baeskow (Polier), Christian Kaiser (Leiter Bundesbau Baden-Württemberg), Jacques Herzog (Architekt), Marion Ackermann (Präsidentin SPK), Wolfram Weimer (Kulturstaatsminister), Klaus Biesenbach (Direktor Neue Nationalgalerie)
Ein offenes Haus für alle.
berlin modern ist als offenes, gastfreundliches und inklusives Haus konzipiert. Ticketfreie Bereiche, ein Kinosaal und Flächen für Bildung und Begegnung sollen kulturelle Teilhabe breit ermöglichen. Kunst wird hier als öffentliches Gut verstanden. Bereits beim Tag der offenen Baustelle strömten zahlreiche Besucherinnen und Besucher auf das Gelände und erlebten hautnah, was hier entsteht. Der Andrang zeigte das große Interesse an dem Projekt. Die Kunst erhielt bereits beim Richtfest ihren Platz: Eine Performance und Videoinstallationen machten deutlich, dass berlin modern von Beginn an als lebendiger Ort des kulturellen Austauschs und als Treffpunkt im Herzen Berlins gedacht ist. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem nachhaltigen Bauen. Großflächige Photovoltaik-Anlagen auf den Dachflächen, klimaresiliente Außenräume und der Erhalt der über 150-jährigen Platane stehen für ökologische Verantwortung. Der Neubau trägt auch zur städtebaulichen Weiterentwicklung des Kulturforums bei und wird zum Bindeglied zwischen den bisher isoliert voneinander stehenden ikonischen Bauten der Moderne. Das Richtfest ist ein sichtbares Zeichen, dass das Projekt vorangeht – und ein Moment, in dem die gemeinsame Leistung aller Beteiligten im Bauwerk greifbar wurde.
