Außenansicht Sammlung Domnick mit Kunstwerk auf einer Rasenfläche im Eingangsbereich. home_stage_outline
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Staatliche Vermögens- und Hochbauverwaltung Baden-Württemberg

Sammlung Domnick wieder in ursprünglicher Hängung.

Die Sammlung Domnick in Nürtingen präsentiert sich wieder in ihrer ursprünglichen Form: Mit der wiederhergestellten Hängung wird die Vision ihrer Gründer neu erlebbar. Kunst, Architektur und Landschaft treten in Nürtingen eindrucksvoll in einen Dialog.

Der Weg zur rekonstruierten Präsentation.

Der Weg zurück zur historischen Präsentation begann mit einem Beschluss des Kuratoriums der Stiftung Domnick im November 2024. Ziel war es, die ursprüngliche Hängung möglichst genau wiederherzustellen. Eine entscheidende Grundlage dafür bildete eine außergewöhnlich sorgfältige Dokumentation aus dem Jahr 1991


Damals hatte der erste Kurator der Sammlung jeden Raum fotografisch festgehalten und umfangreiche Farbfotos angefertigt. Diese Aufnahmen ermöglichten es nun, Position, Abstände und Zusammenstellungen der Werke präzise nachzuvollziehen. Die Rekonstruktion bedeutete zugleich eine Abkehr von der Präsentation, die seit der Generalsanierung im Jahr 2005 zu sehen war. Dort hatte man die Ausstellung stärker kunsthistorisch gegliedert und den einzelnen Werken mehr Raum gegeben, wodurch jedoch weniger Bilder gleichzeitig gezeigt wurden. 

Kunst als Zeichen der Verständigung.

Die historische Hängung macht auch den geistigen Kern der Sammlung wieder deutlicher sichtbar: den Gedanken der Verständigung nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Zentrum stehen Künstlerinnen und Künstler der europäischen Avantgarde, insbesondere Vertreter der abstrakten Malerei aus Frankreich und Deutschland. Diese Zusammenstellung folgt keinem rein kunsthistorischen Prinzip, sondern einer kulturellen Idee, wonach Kunst Brücken bauen soll. Bereits 1948 setzten sich Greta und Ottomar Domnick aktiv für die internationale Vernetzung der Avantgarde ein. Sie organisierten den ersten internationalen Auftritt deutscher abstrakter Künstlerinnen und Künstler in Paris und präsentierten umgekehrt französische Kunst in einer Wanderausstellung in mehreren deutschen Städten. Die Rückkehr zur ursprünglichen Anordnung der Werke macht den Raum nun wieder zu dem, was die Domnicks einst schufen: ein Gesamtkunstwerk, in dem Architektur, Sammlung und Landschaft miteinander korrespondieren. Besucherinnen und Besucher erleben die Werke wieder in jener Konstellation, die das Sammlerehepaar selbst entwickelte und die ihre Haltung zur Kunst der Moderne unmittelbar widerspiegelt.