Nächtliche Ansicht des Neubaus der Wasserschutzpolizei Kehl mit beleuchteten Durchfahrten und markanter Metallfassade. home_stage_outline
Übersicht
Staatliche Vermögens- und Hochbauverwaltung Baden-Württemberg

Sicherheit braucht Raum: moderne Infrastruktur für die Polizei.

Die Polizei sorgt an 365 Tagen im Jahr für innere Sicherheit, die ein wesentliches Fundament unseres Staates ist. Dafür braucht sie gute Arbeitsbedingungen und moderne Ausstattung. Die Staatliche Vermögens- und Hochbauverwaltung (VBV) erstellt funktionale Polizeigebäude mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz.

Neues Revier in Horb am Neckar.

Die baden-württembergischen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten sorgen in insgesamt 145 Revieren und 338 Posten rund um die Uhr für Sicherheit in Baden-Württemberg. Ein herausragendes Beispiel für die Zukunft der Polizeiarbeit ist das neue Revier in Horb am Neckar. Der Umzug in den von der VBV 2025 fertiggestellten Neubau verbesserte die Arbeitsbedingungen gegenüber dem denkmalgeschützten Vorgängerbau erheblich.

Neubau des Polizeireviers Horb mit klarer, vertikaler Fassadengestaltung; im Vordergrund ein vorbeifahrendes Einsatzfahrzeug.

Elegante Kombination aus Massiv- und Holzbau: Im Erdgeschoss befindet sich der öffentliche Bereich der Wache, in den Obergeschossen die Büros

Die als „Kunst am Bau“ entstandene Skulptur symbolisiert Stabilität, Gleichgewicht und Vermittlung und dient zugleich als Sitzgelegenheit

Auch in puncto Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit setzt der kompakte Neubau Maßstäbe. Über einem Betonsockel erstrecken sich zwei in Holzständerbauweise errichtete Bürogeschosse. Dank einer hervorragenden Dämmqualität der Außenbauteile erreicht das Gebäude eine vorbildliche Energiebilanz und kann vollständig klimaneutral betrieben werden. Die Energieversorgung basiert ausschließlich auf erneuerbaren Quellen. Das Energiekonzept setzt auf die Kombination einer leistungsstarken Photovoltaik-Anlage mit einem modernen Stromspeicher sowie einer hocheffizienten Wärmepumpe. Falls der von der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach produzierte Solarstrom nicht ausreicht, wird Ökostrom bezogen.


Auf dem Vorplatz vor dem Eingang zur Wache sticht ein besonderes Detail ins Auge: eine weiße Skulptur aus monolithischem Marmor in Winkelform. Die als „Kunst am Bau“ entstandene Skulptur greift zentrale Elemente im Alltag der Schutzpolizei auf, wie Stabilität, Gleichgewicht und Vermittlung.

Facts.
  • Planung: Birk Heilmeyer und Frenzel Architekten
  • Baukosten: 12,8 Mio. Euro
  • Bauzeit: 2022–2025
  • Kunst am Bau: David Semper und Anna Staudt (Neuss)

Kfz-Werkstatt Göppingen für den Fuhrpark der Polizei.

Der umfangreiche Fuhrpark der Polizei wird in speziellen Werkstätten technisch betreut und für die verschiedenen Einsatzfälle angepasst. Die VBV sorgt dafür, dass der Polizei an ihren fünf regionalen Technikstandorten Kfz-Hallen zur Verfügung stehen.


Die denkmalgeschützte Werkstatt am Standort Göppingen befindet sich auf dem Areal des Polizeipräsidiums. Sie wurde im Jahr 2025 umfassend saniert und funktional neu geordnet.

Polizeifahrzeuge in einer sanierten Werkstatt mit moderner Ausstattung, großen Fensterflächen und klar strukturierter Technikzone für Wartungsarbeiten.

In der denkmalgerecht sanierten Werkstatt kann der Fuhrpark der Polizei unter optimalen Bedingungen gewartet werden

Die Infrastruktur der neuen Werkstatt wird den aktuellen und zukünftigen Anforderungen des Einsatzbetriebs gerecht und bietet optimale Arbeitsbedingungen: von der Fertigteil-Montagegrube über eine mobile und mehrere fest installierte Hebebühnen bis hin zum modernisierten Schmiede- und Schweißarbeitsplatz. Auch die Betriebsabläufe sind nach Abschluss der Baumaßnahme effizienter, da die VBV die Anlieferung neu organisiert und die zur Werkstatt gehörenden Büro- und Nebenräume ertüchtigt hat. Beste Voraussetzungen für ein perfektes Zusammenspiel von Technik und Einsatz.

Facts.
  • Planung: BK2H Architekten Part mbB (Bloss, Keinath, Haug, Hieber), Winterbach
  • Gesamtbaukosten: 3,7 Mio. Euro
  • Bauzeit: 07/2023–03/2025

Der im Rheinhafen von Kehl entstandene Neubau greift das Thema gestapelter Container auf

Die deutsch-französische Wasserschutzpolizeistation in Kehl.

Als Grenzregion arbeitet Baden-Württemberg eng mit der französischen Polizei zusammen. Während sich die Kooperation zunächst auf den Landbereich konzentrierte, erstreckt sie sich seit 2012 auch auf den Rhein. Ziel ist es, die Sicherheit des Schiffsverkehrs zu gewährleisten, die Umwelt zu schützen und bei Unfällen schnell reagieren zu können.

Die Polizistinnen und Polizisten des französischen und des deutschen Wasserschutzes sind dabei stets in gemischten Teams im Einsatz. Die VBV hat 2025 ein neues Bürogebäude fertiggestellt, in dem die Bediensteten nun auch räumlich unter einem Dach zusammenarbeiten. Im Erdgeschoss, das aus Gründen des Hochwasserschutzes in Massivbauweise errichtet wurde, befinden sich Wache, Werkstatt und Garagen. Darüber kragt das als Holzbau konstruierte Bürogeschoss auf beiden Seiten weit aus. Auch in Sachen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit setzt der Neubau Maßstäbe: Die Gebäudehülle erfüllt den Passivhaus-Standard und die Luft-Wasser-Wärmepumpe stellt zusammen mit der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach einen sparsamen Betrieb sicher.


Ergänzend zum Gebäude entstand eine neue Infrastruktur für die Boote: eine Halle, ein Anleger sowie eine Tankstelle.

Neubau der Wasserschutzpolizei Kehl mit auskragendem Obergeschoss und Aluminiumschindeln mit schimmernder Oberfläche.

Die glänzenden Aluminiumschindeln stellen einen Bezug zum Thema Wasser her

Facts.
  • Planung: Peter W. Schmidt Architekten
  • Gesamtbaukosten: 12 Mio. Euro
  • Bauzeit: 2022–2025

Ausblick: Bauaufgaben bündeln.

In Rottenburg und Pfullingen realisiert die VBV zurzeit zeitgleich zwei neue Polizeireviere in moderner Hybridbauweise. Um Planung und Ausschreibung effizient zu gestalten, wurden beide Projekte an ein Architekturbüro vergeben, das die Gebäude nach demselben Entwurfsprinzip entwickelt hat: Über einem massiven Sockelgeschoss, bei dem Recyclingbeton zum Einsatz kommt, wird ein zweigeschossiger Baukörper in Holzbauweise errichtet, in dem die Büroräume untergebracht sind.

Visualisierung eines geplanten Polizeireviers mit Recycling Beton Sockel, Holzbau und markanten, auskragenden Photovoltaik Elementen.

Die auskragenden Photovoltaik-Elemente setzen gestalterische Akzente bei der Fassadengestaltung

Ein besonderes Merkmal der beiden Polizeireviere ist die Integration von Photovoltaik-Elementen sowohl auf den Dachflächen als auch an den Fassaden. Die über den Fenstern angeordneten Photovoltaik-Module erfüllen dabei mehrere Funktionen gleichzeitig: Sie erzeugen erneuerbare Energie, dienen als Sonnenschutz und setzen zugleich gestalterische Akzente in der Architektur. Beide Neubauten erfüllen den Standard Effizienzhaus 40. Darüber hinaus werden sie nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) des Bundes mit einer BNB-Zertifizierung in Silber ausgezeichnet.